Aus den Ergebnissen können
rechtschreibdidaktische Folgerungen gezogen werden:
Statt der Fehlerträchtigkeit
und der Fehlerzahlen soll zuerst die Anzahl der Richtigschreibungen betrachtet
werden. Der größte Teil des Wortschatzes bedarf in der 5.-8.
Klasse der Hauptschule keiner speziellen Übung mehr, nur ein kleiner
Teil ist hoch fehlerträchtig. Und in Realschule und Gymnasium sind
die Fehlerzahlen noch wesentlich geringer.
Die meisten Wörter werden beherrscht. Die Rechtschreibdidaktik sollte
also wegkommen vom "Gießkannenprinzip", bei dem konstant alles
geübt
wird.
Ein zielgerichtetes Lernen an den spezifischen Problemen der einzelnen
Schüler und Klasse muss im Mittelpunkt stehen.
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Die zweite Folgerung lautet:
Wenn die Wörter,
die häufig auftreten, also häufig gebraucht werden, weitgehend
richtig geschrieben werden, so sollten jene Wörter, die noch fehlerhaft
geschrieben werden, häufiger geübt werden, um eine sichere
Speicherung zu erreichen. Fehlerträchtige Wörter bedürfen
also eines speziellen Trainings, einer häufigen Wiederholung.
Das heißt auf keinen Fall, dass alle Schülerinnen und Schüler
an großen Wortlisten üben. Erfolgreicher ist ein individuelles
Vorgehen. Jeder erhält den Teil des Wortschatzes zum Lernen, der
individuell nicht beherrscht wird. Damit reduziert sich die Menge stark
und wird überschaubar. Die Individualisierung
bedeutet auch eine Ökonomisierung.
Entsprechende Lernmethoden werden in den Seiten zu GUT 1 und GUT L beschrieben.
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