Der individuell nicht beherrschte
Teil des Grundwortschatzes muss gelernt werden.
Die Grafik zeigt, dass einzelne Wörter sehr fehlerträchtig
sind, die meisten Wörter dagegen richtig geschrieben werden.
In einer 6. Hauptschulklasse (20 Schüler) wurden 1730 Wörter
getestet.
Nur ganz wenige wurden von den meisten Schülern falsch geschrieben,
ein Wort von 19 Schülern und zwei von 18 Schülern. 689 Wörter
wurden von allen Schülern richtig geschrieben, bei 355 Wörtern
machte jeweils einer der ganzen Klasse einen Fehler, bei 220 Wörtern
zwei.
Nur relativ wenige Wörter werden also nicht beherrscht.
Die fehlerträchtigsten 168 Wörter (mehr als fünf Fehler)
vereinigen in dieser Klasse 44% aller Fehler auf sich.
In einer Untersuchung von Menzel (1985) machen die 120 fehlerträchtigsten
Wörter 31% aller Fehler aus. Durch das Lernen dieser 120 Wörter
würden die Schüler also etwa 1/3 weniger Fehler machen.
Beim Schreiben des Grundwortschatzes von 1000 Wörtern, der den Programmen
GUT 1 und GUT L zugrunde liegt, treten in einer 5. Haupt-
schulklasse je Schüler durchschnittlich 150 Fehler auf.
Die Streuung geht von 30 bis 300.
Es muss also nicht an großen Listen von 1000 Wörtern gearbeitet
werden, sondern die individuell nicht beherrschten Wörter müssen
gelernt werden.
GUT 1 und GUT L erfassen auf ökonomische Weise den individuell nicht
beherrschten Teil des Grundwortschatzes und trainieren diese Wörter
bis
zur sicheren Speicherung.
|
|
|
 |