Die Unterscheidung zwischen Kinder- und Erwachsenensprache, schriftlicher und mündlicher, spontaner und gebundener Sprache


Bei der Ermittlung der Häufigkeit des Wortschatzgebrauchs ist zu fragen, wessen Wortschatz Gegenstand der Untersuchung sein soll. Grundsätzlich ist zu unterscheiden zwischen dem Wortschatzgebrauch von Kindern und von Erwachsenen. Im Laufe der Entwicklung vom Kind zum Erwachsenen erweitert sich der Wortschatz ständig, um sich dann dem der Erwachsenen anzupassen.

Interessant für eine Untersuchung ist deshalb das Alter. Bei der Erfassung des Kinderwortschatzes bedarf es allerdings einer klar definierten Altersperiode. Es wäre ungenau den Wortschatz von Schülern der ersten bis zehnten Klasse zusammenzufassen und als Wortschatz der Kinder zu betrachten.

Beim Wortschatzgebrauch der Erwachsenen spielt auch der soziale Hintergrund eine Rolle. Zwischen dem Wortschatz von Kindern und Erwachsenen besteht eine große gemeinsame Schnittmenge, doch gibt es Wörter, die eher von Kindern gebraucht werden und umgekehrt.

Weiter kann untergliedert werden in mündlich und schriftlich benutzten Wortschatz. Auch hier besteht eine große Schnittmenge, doch gibt es Wörter, die wir meist nur mündlich bzw. nur schriftlich gebrauchen.

Bezüglich der Erhebungsmethodik ist weiter zwischen einer Spontansprache (freie Sprech-/Schreibanlässe) und einer an vorgegebenen Themen gebundenen Sprache zu unterscheiden.
Ist z.B. als Thema eine Personenbeschreibung vorgegeben, so wird der verwendete Wortschatz anders sein als der einer Erzählung. In einer Personenbeschreibung werden Körperteile genannt und zur genauen Bezeichnung eine Menge Adjektive benutzt.