Kurzbeschreibung des Lernens mit der Lernkartei
 

Zielsetzung

GUT L dient der Individualisierung und Ökonomisierung des Rechtschreiblernens. Jeder Schüler lernt individuell den Teil des Wortschatzes, den er persönlich noch nicht beherrscht. Dieses gezielte Training führt zu einer schnellen Fehlerreduktion.

Programmeinsatz

GUT L wird in der Schule in Fördergruppen und in ganzen Klassen eingesetzt.
Gegenüber GUT 1 wird hier nur ein Computer für die Lehrerin/den Lehrer benötigt. In der therapeutischen Beratung erfolgt der Einsatz in der Einzelbetreuung. Das Programm eignet sich auch gut für Freiarbeit. Der Einsatz kann von Klasse 2 bis 8 und bei anhaltenden Rechtschreibschwierigkeiten auch bei Erwachsenen erfolgen. 

Programminhalt

Grundwortschätze mit den 200, 500, 1000, 1200 häufigsten Wörtern. Diese repräsentieren gleichzeitig die wichtigsten Regelfälle. Ferner enthalten die Wortschätze Hilfen zur Vermeidung der individuellen Fehler und zum Transfer der gelernten Wörter auf einen erweiterten Wortschatz. 

Programmablauf

GUT L druckt Diktatlisten für Lehrer und Schüler.

Diktatlisten für Schüler

Diktatlisten für Schüler

Mit den Diktatlisten wird getestet, welche Wörter des Grundwortschatzes noch gelernt werden müssen. Der Lehrer diktiert den Wortschatz. Die Schüler schreiben die Wörter in die Lücken.

 

Lernkärtchen

Zu allen falsch geschriebenen Wörtern werden mit dem Computerprogramm individuelle Lernkärtchen gedruckt. Hierzu muss nur die Nummer des Satzes eingegeben werden. Auf den Kärtchen steht der Name des Schülers, das falsch geschriebene Wort, ein zugehöriger Satz und eine spezielle Hilfe zur Vermeidung des aufgetretenen Fehlers. 

Standardmäßig werden Hilfen zum Transfer gegeben, der Wortstamm wird auf weitere Wörter übertragen. Durch Transfer werden aus den gelernten Wörtern des Grundwortschatzes schnell 2000-3000 beherrschte Wörter.

Die Lernkartei

Das Lernen erfolgt in einer Kartei im Format A 8. Alle neuen Kärtchen kommen ins erste Fach. 



Beim Lernen werden die Kärtchen in Partnerarbeit diktiert. Alle richtig geschriebenen Kärtchen kommen ins jeweils nächste Fach, alle falsch geschriebenen immer zurück ins erste. 
Auf diese Weise wandern die Kärtchen von Fach zu Fach, bis sie nach 3-6 Monaten aus der Kartei genommen werden können. Die Wörter wurden fünfmal in sich verlängernden Intervallen richtig geschrieben. Sie sind sicher im Langzeitgedächtnis gespeichert.

Diktate

Das Testen des Lernerfolgs geschieht in Diktaten. Nach dem Bearbeiten von jeweils 10 Listen (250 Wörtern) schreiben die Schüler ein Diktat, das viele der gelernten Wörter enthält. 
Sich wiederholender Ablauf: Erfassen der individuell nicht beherrschten Grundlagen - Lernen - Anwenden. Der unüberwindlich erscheinende Berg Rechtschreibung wird in kleine Hügel zerlegt.